Feierlicher Baustart für Tunnel Imberg

Feierlicher Baustart für Tunnel Imberg

Anschlagfeier: BUNTE ist Partner beim Projekt Stuttgart 21 auf der Strecke von Stuttgart nach Ulm baut das Unternehmen ein 6,7 Kilometer langes Teilstück der Hochgeschwindigkeitstrasse von Wendlingen nach Ulm. Dazu zählt auch die Herstellung eines zweigleisigen und knapp 500 Meter langen Tunnelbauwerks in Baden-Württemberg.

Temmenhausen – Mit einem symbolischen Anschlag durch die Tunnelpatin Barbara Neidlinger haben die bergmännischen Arbeiten für den Tunnel Imberg auf der ICE-Neubaustrecke Wendlingen-Ulm heute feierlich begonnen. Manfred Leger, Vorsitzender der Geschäftsführung DB Projekt Stuttgart-Ulm GmbH, lobte die Leistung aller an der gesamten Strecke beteiligten Firmen und Mitarbeiter und zeigte sich überzeugt, dass auch die Realisierung des Tunnels bei der JOHANN BUNTE Bauunternehmung als Federführer und ihren Partnern in den besten Händen liege.

BUNTE-Geschäftsführer Bernhard Hebbelmann sagte auf der Baustelle in Temmenhausen, dass der Tunnel Imberg mit 499 Metern zwar nur ein kurzes Tunnelbauwerk, aber durch den zweigleisigen Querschnitt ein sehr anspruchsvolles Projekt ist. Rund die Hälfte des Tunnels wird in offener Bauweise durch die BUNTE Unternehmensgruppe hergestellt. Für den bergmännischen Teil baut BUNTE mit der renommierten Schweizer Firma Marti auf einen erfahrenen Partner, mit dem bereits verschieden Projekte gemeinsam realisiert wurden.

Zunächst wurden an beiden Enden des Tunnels Baugruben, sogenannte Geländevoreinschnitte, hergestellt. Darin wird der Tunnel später in offener Bauweise fertiggestellt. Zwischen den Portalen erfolgt jetzt der bergmännische Vortrieb durch die Firma Marti. Da der Imberg aus massivem Kalkstein besteht, wird das Gestein herausgesprengt. Die Bauarbeiten werden im Durchlaufbetrieb an sieben Wochentagen rund um die Uhr ausgeführt.

Der verantwortliche DB-Projektleiter, Dr. Stefan Kielbassa, zollte den Mineuren seinen besonderen Respekt: „Wenn Ingenieure die Standsicherheit des Tunnelvortriebs berechnen, dann tun sie dies unter Einbeziehung der Gebirgseigenschaften. Die sind aber von Natur aus uneinheitlich, anders als bei Stahl und Beton. Deshalb ist unterirdisches Bauen so besonders, sodass sich die Mineure einer Schutzpatronin, der Heiligen Barbara anvertrauen.“