Minister lobt Elbdeichsanierung

Minister lobt Elbdeichsanierung

BUNTE saniert auf einer Länge von 900 Metern den Deich zwischen Glindenberg und Heinrichsberg. Mit dem zweiten von drei Bauabschnitten konnte begonnen werden.

Heinrichsberg / Genthin. Die Sanierung des Elbdeichens zwischen Glindenberg und Heinrichsberg kommt gut voran. Davon überzeugte sich heute auch der Umweltminister Sachsen-Anhalts, Dr. Hermann Onko Aeikens. „Die Arbeiten schreiten gut voran. Der notwendige Schutz der Ortschaften Wolmirstedt und Heinrichsberg wird so bald gewährleistet sein“, sagte Dr. Aeikens bei der Besichtigung der von der BUNTE Niederlassung Genthin betreuten Baustelle. Mit einem rund 900 Meter langen Teilstück ist der zweite von drei Bauabschnitten derzeit in der Fertigstellung. Trotz der neuen Qualität der Deichsicherheit betonte der Minister, dass es für die Anwohner keine absolute Sicherheit vor Hochwasser geben könne: „Ein Restrisiko bleibt immer.“

Projektleiter Helge Reymann vom Landesbetrieb für Hochwasserschutz und Wasserwirtschaft Sachsen-Anhalt in Magdeburg erläuterte, dass der Deich auf einer Gesamtlänge von 4,3 Kilometern verbreitert und verstärkt wird. Die Deichaufstandsfläche verdopple sich auf etwa 13 Hektar. Durch eine landseitige Berme – eine Abböschung des Deiches – werde die Standfestigkeit zusätzlich erhöht, die Pflege erleichtert und die Verteidigung bei Hochwasser verbessert. Auf der Deichkrone wird zudem ein zwei Meter breiter asphaltierter Deichkontrollweg errichtet. Bislang seien rund 165.000 m³ Sand, 15.000 m³ Ton sowie 5.700 m³ Oberboden verbaut worden. Diese gesamte Masse entspricht etwa 75 Schwimmbecken mit Olympiaabmessungen. „Um einen reibungslosen Bauablauf zu gewährleisten, ist somit vor allem eine erstklassige Abstimmung und Logistik wichtig“, erklärte Reymann.

Die Kosten für die Deichsanierung belaufen sich nach Angaben des Ministeriums auf insgesamt rund 6,5 Millionen Euro. Die Mittel dafür kommen von EU, Land und Bund. Durch das Hochwasser vor zwei Jahren waren am Elbdeich erhebliche landseitige Deichschäden entstanden. Es bestand die Gefahr eines Deichbruchs, landseitige Böschungsrutschungen und starkes Sicker- und Drängewasser traten auf. Der Elbdeich war aber bereits vor dem Hochwasser 2013 Bestandteil der Hochwasserschutzkonzeption. Ziel ist es, den Deich DIN-gerecht zu sanieren. Dadurch werden die Standsicherheit des Deiches erhöht und Sickerwasseraustritte verringert.