JOHANN BUNTE
Bauunternehmung
GmbH & Co. KG
Hauptkanal links 88
26871 Papenburg

tel    +49 (0) 4961 895-0
mail  papenburg@johann-bunte.de

Ausführliche Historie

1872 legte der Schmiedemeister Johann Bernhard Bunte mit der Übernahme von Transporten zur Versorgung von Baustellen und späteren Materialtransporten durch Pferdekutschen den Grundstein zu der heute bestehenden Unternehmensgruppe BUNTE. Firmensitz war die damals ebenfalls betriebene Gast- und Schankwirtschaft am Hauptkanal in Papenburg.

1902 Beauftragung des ersten Bauprojektes, der neuen Badeanstalt am Deverhafen. Erstmals Einsatz von Loren auf Gleisen statt Schubkarren.

1904 Übernahme der väterlichen Firma durch Sohn Johann Bunte (1872 - 1939), Wandlung vom Fuhrunternehmen zu einem regional agierenden Tiefbauunternehmen.

1909 – 1912 Sandgewinnung an den Jemgumer Sandbänken mittels Papenburger Torfschiffen zur Verwendung beim Bau des Papenburger Gaswerkes und des Gas- und Wassernetzes, Übernahme des Petroleumvertriebes für den Papenburger Raum.

1914 – 1918 Weiterbetrieb der Schankwirtschaft und des Fuhrunternehmens durch Anna Bunte und Sohn Rudolf Bunte.

1918 Rückkehr von Johann Bunte aus dem verlorenen Krieg. Kauf von 40 Armeepferden, mit dem Ziel des Wiederverkaufs zur Liquiditätssteigerung des Unternehmens.

1923 Verlust aller Bargeldrücklagen infolge Inflation, Auffangen des Rückschlags durch vorhandene Immobilien und Wagengespanne. Ausbaggern des Papenburger Gasthauskanals und Bau der neuen Laderampe am Bahnhof in den 20er Jahren, Anschaffung eines ersten Opel-Pritschenwagens.

1930 Erwerb riesiger Schlackenhalden am Bethlehemkanal zum späteren Einsatz bei der Straßen- und Deichbefestigung.

1932 Anforderungsgerechter Einstieg in die Motorisierung, Kauf des ersten fahrbaren Baggers.

1936 Erster überregionaler Auftrag: Ausbau des Bederkesa-Geeste-Kanals bei Bremerhaven.

1939 Nach dem Tod seines Vaters Johann übernimmt Rudolf Bunte zu den bereits übernommenen operativen Aufgaben die Gesamtverantwortung für das Unternehmen.

1941 Einzug von Rudolf Bunte in den 2. Weltkrieg und Einkassierung des größten Teils des Maschinenparks.

1945 Aufbau einer Kernmannschaft aus alten und neuen Mitarbeitern, Schutt - Aufräumarbeiten in Emden mit über 100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Ankauf von Wehrmachtsfahrzeugen für den Einsatz zur Räumung des Schutts.

1948 Währungsreform, Rückkehr von Rudolf Bunte in die Unternehmerrolle.

1952 250 Mitarbeiter bei BUNTE als Folge aus der Wiederbelebung des Emsland-Plans, d.h. der Urbarmachung der Landschaft, Reparaturarbeiten zu Lande und zu Wasser, Aufträge für Feldbahnstrecken und für Fundamente für Erdölbohrtürme.

1954 Kauf des 1. Cutterbaggers „Pirat I“ als Folge der zunehmenden Technisierung und der Zeit des Aufbruchs in den 50er Jahren. Bedeutender Umbruch in der Firmengeschichte durch Einstieg in die Nassbaggerei.

1959 Trotz wirtschaftlicher Rückschläge durch zwei Weltkriege gelang es in der dritten Unternehmergeneration, den Geschäftsbetrieb in den Jahren des Wiederaufbaus über die Regionen des Emslandes hinaus auf ganz Deutschland auszudehnen. Einstieg in den großen Erdbau, der in der Folgezeit sowohl im Trockenbau als auch im Spülverfahren zur Perfektion weiterentwickelt wurde.

1960 Mit Baubeginn des Bremer Kreuzes „erfolgreicher Einstieg“ in den Autobahnbau. Maßgebliche Mitwirkung beim Bau der Hansa-Linie, BAB A1 bis zu ihrer Fertigstellung 1968.

1964 Nach dem Tod von Rudolf Bunte Übertragung der Geschäftsführung auf die Rudolf Bunte Beteiligungs-Gesellschaft mit beschränkter Haftung als persönlich haftende Gesellschaft der bis dahin familiengeführten JOHANN BUNTE Bauunternehmung.
Es beginnt die Zeit der Managementführung im Unternehmen. Der bis dahin regional beschränkte Tätigkeitsbereich wird in den folgenden Jahren bundesweit ausgebaut.
Die Baggerflotte wird aufgrund der Vielzahl von Aufträgen für Erdarbeiten im Autobahnbau ständig erweitert, die ersten beiden Zwei-Kubikmeter-Bagger werden erworben.

1965 Die Tätigkeiten weiten sich über das gesamte Bundesgebiet aus. Wasserbauarbeiten zum Ausbau des Nord-Ostsee-Kanals zählen bis 1969 zu den wichtigen Großaufträgen.

1971 Maßgebliche Beteiligung am Bau des Kaarster Autobahnkreuzes bei Düsseldorf, Gründung der ersten BUNTE-Niederlassung in Kaarst, die 2001 nach Willich verlegt wird.

1972 100-jähriges Bestehen des Unternehmens.

1979 Mit der Beauftragung des Ausbaus der Startbahn West für den Frankfurter Flughafen wird die Basis für das Geschäftsfeld Flughafenbau gelegt.

1984 Erste Aufträge für die insgesamt 327 km lange DB-Neubaustrecke Hannover-Würzburg.

1988 Beginn der Deponiebauaktivitäten mit der Beauftragung der Böschungsregulierung auf der Deponie Horm bei Düren in NRW.

1991 Ausdehnung der BUNTE-Aktivitäten in die neuen Bundesländer.

1993 Erste Großaufträge zur Realisierung der Schnellbahnverbindung Hannover – Berlin.

1995 Beauftragung des Mercedes-Benz-Prüfgeländes in Papenburg.

1996 Zur Stärkung und Abrundung der eigenen Leistungspalette werden für spezielle Leistungsbereiche eigene Tochtergesellschaften wie die TBL Transport- und Baustoffhandelsgesellschaft mbH Lüderitz gegründet und in den Folgejahren Beteiligungen an anderen Unternehmen eingegangen. Erste Aufträge für den Ausbau des Mittellandkanals. Zahlreiche Baumaßnahmen an deutschen Binnenwasserstraßen gehören zukünftig zum Kerngeschäft von BUNTE. Beauftragung des Loses A der Neubaustrecke (NBS) Köln - Rhein/Main.

1997 Das Unternehmen feiert mit rund 500 Mitarbeitern sein 125jähriges Jubiläum.
Beauftragung des 15,3 km langen Teilloses Schönberg-Grevesmühlen der neu zu errichtenden BAB A20 Lübeck-Stettin, eines der Verkehrsprojekte Deutsche Einheit – Straße und zugleich der längste zusammenhängend geplante deutsche Fernstraßenbau nach dem Krieg. Einen weiteren Großauftrag erhält BUNTE mit dem Unterwasseraushub und der Unterwasserbetonage für die Errichtung des Lehrter Bahnhofs, dem späteren Hauptbahnhof Berlin, der 2006 fertiggestellt wird. Im Dezember erhält BUNTE ein zertifiziertes Qualitätsmanagementsystem. Eröffnung der von BUNTE in den letzten Jahren errichteten Motorsport Arena Oschersleben.

1998 Beauftragung des Emssperrwerkes in Gandersum

1999 Beauftragung Baudock und Vorfertigungshalle durch die Papenburger Meyer Werft, Ausführung mit hohen logistischen Anforderungen unter Aufrechterhaltung des kompletten Werftbetriebes bis 2003. Errichtung BUNTE-eigener Betonmischanlage auf dem Werftgelände.

2000 Gründung der Niederlassungen Teterow und Genthin. Zertifizierung des Tonverlegers „Toni 2000“ für den GPS-gestützten Unterwassereinbau durch die Bundesanstalt für Wasserbau.

2001 Engagement im Bereich Windenergie als Generalunternehmer: Projektentwicklung, Standortsicherung und Errichtung.

2002 Auftragserteilung für drei Baulose der BAB A31, dem Lückenschlusses der „Emslandautobahn“. Errichtung BUNTE-eigener Asphaltmischanlagen in Emsbüren und Papenburg.

2003 Erste Auslandsaktivitäten. Das Tochterunternehmen BUNTE Nederland BV wird gegründet. Mit der Gründung der NL Bad Bentheim erfolgt eine noch stärkere Ausrichtung im Ingenieurbau. Projekte wie die Schleusen Münster und der Tunnel Olfen-Selm am Dortmund-Ems-Kanal werden beauftragt. Gründung der Hauptniederlassung Ost am Standort Oranienburg bei Berlin.

2004 Die von BUNTE mitentwickelte Kompaktasphalttechnologie mit dem Kompaktmodulfertiger kommt erstmalig bei einer maximalen Einbaubreite von 11,5 m im Rahmen des Lückenschlusses der A31 zum Einsatz. Mit der neuen Tochtergesellschaft BUNTE Polska Sp. Z o.o. wird der Zielmarkt Infrastruktur sowohl im Straßenbau, als auch im Hafen-, Wasser- und Bahnbau in Polen beobachtet und eruiert.

2005 Mit der im Sommer gegründeten Abteilung für Schlüsselfertiges Bauen im Hoch-, Gewerbe- und Industriebau rundet BUNTE das Bauleistungsportfolio über den gesamten Baubereich ab. Die Schwerpunkte im Bereich der 2003 gegründeten Projektentwicklung liegen auf dem Stadtentwicklungsprojekt „Am Turmkanal“ in Papenburg und dem Neubaugebiet „Maritimes Wohnen am Lünner See“.
Alternative Beschaffungsformen der öffentlichen Hand in Form von Kooperationen mit dem Privatsektor unter der Bezeichnung Public Private Partnership (PPP) / Öffentlich Private Partnerschaften (ÖPP) rücken mehr und mehr in den Vordergrund. Eine steigende Anzahl von Hochbauprojekten und einigen Straßen- bzw. Autobahnpilotprojekten zeugen von einer sich wandelnden Marktlage. Eine Verstärkung des Marktauftrittes in diesem Bereich wird mit der im November 2005 gegründeten Abteilung PPP Infrastructure am Standort Hannover geschaffen.

2006 BUNTE Polska Sp. Z o.o. erhält die ersten Aufträge und stellt gewerbliche Mitarbeiter ein.

2007 Inbetriebnahme einer mobilen Asphaltmischanlage in Polen.

2008 Eine Arbeitsgemeinschaft unter Federführung der JOHANN BUNTE Bauunternehmung erhält den Zuschlag zum Bau des JadeWeserPorts in Wilhelmshaven.

2009 BUNTE ist am sechsstreifigen Ausbau der Bundesautobahn A1 zwischen Bremen und Hamburg maßgeblich beteiligt. Der Ausbau des rund 73 km langen Autobahnteilstücks wird privat finanziert und betrieben und ist das größte Public-Private-Partnership-Projekt (PPP) in Deutschland.
Die BUNTE-Gruppe investiert massiv in die Modernisierung und den Ausbau der eigenen Asphaltproduktion. Die bestehenden Asphaltmischwerke in Kampe, Papenburg und Emsbühren sind für mehrere Millionen Euro mit der neuesten klimaschonenden und energiesparenden Technik ausgerüstet worden. In Bramsche entsteht für knapp fünf Millionen Euro ein neues Werk.
BUNTE kauft den ehemaligen Fliegerhorst Ahlhorn im Landkreis Oldenburg. Auf dem mehr als drei Millionen Quadratmeter umfassenden Konversionsgelände entwickelt eine eigenständige Gesellschaft einen Technologie-, Logistik- und Gewerbepark.

2010 Die BUNTE-Gruppe hat das vergangene Geschäftsjahr erneut mit Rekordzahlen abgeschlossen. Der Umsatz ist auf mehr als eine halbe Milliarde Euro und die Zahl der Mitarbeiter auf rund 1.500 gestiegen.

internet: construktiv