Verkehrsfreigabe der Weserschleuse Minden

Verkehrsfreigabe der Weserschleuse Minden

Minden/Papenburg, 18.08.2017: Die Weserschleuse Minden ist eines der imposantesten und anspruchsvollsten Ingenieurwasserbauprojekte der jüngsten Vergangenheit in Deutschland. Heute erfolgte im Beisein von Bundes-, Landes- und Lokalpolitikern, der Generaldirektion Wasserstraßen und Schifffahrt und der JOHANN BUNTE Bauunternehmung sowie Vertretern aus der Wirtschaft und der Verwaltung die feierliche Verkehrsfreigabe. Die deutschen Binnenwasserstraßen sind ab heute um ein neues Schleusenbauwerk für die moderne Schifffahrt reicher.

Bevor sich zur ersten offiziellen Schiffspassage mit einem Großmotorgüterschiff die neue Schachtschleuse Minden öffnete, begrüßte Prof. Dr.-Ing. Hans-Heinrich Witte, Präsident der Generaldirektion Wasserstraßen und Schifffahrt die zahlreichen Gäste. Enak Ferlemann, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur betonte in seiner Ansprache die fortan freie Fahrt für Transporte auf modernen Großmotorgüterschiffen von Bremen bis zum zukünftigen RegioPort Weser und den anderen Häfen am Mittellandkanal.

„Ein hoch komplexes Jahrhundertbauwerk wie die Schleuse Minden, lässt sich nur mit einem begeisterten Team von Profis am Bau, partnerschaftlicher Zusammenarbeit und viel Erfahrung erfolgreich realisieren,“ sagte Manfred Wendt, Sprecher der Geschäftsführung der JOHANN BUNTE Bauunternehmung in seinem Grußwort und fügte hinzu: „BUNTE hat in diesem noch jungen Jahrtausend bereits eine Vielzahl an Schleusenbauwerken in Deutschland realisiert. Die heutige Verkehrsfreigabe ist dennoch ein Meilenstein in unserer Schleusenbau-Firmengeschichte.

Denn zum ersten Mal haben wir eine komplette Schleuse schlüsselfertig als Generalunternehmer errichtet.“ Wendt richtete seinen Dank an alle, die an der Realisierung dieses Bauwerks beteiligt waren.

Die Weser – eine der wichtigsten europäischen Wasserstraßen

Der Neubau der Weserschleuse Minden, als Bindeglied zwischen dem Mittellandkanal und der Mittelweser, ist eine der letzten großen Maßnahmen zum Ausbau des Mittellandkanals an der Hauptstrecke. Damit können nach der Fertigstellung moderne Großmotorgüterschiffe und Schubverbände die Schleuse passieren. Die Schleusenkammer der Weserschleuse Minden hat eine Breite von 12,50 Meter und eine Nutzlänge von 139,00 Metern. Der Höhenunterschied vom Ober- zum Unterwasser beträgt 13,30 Meter. Das Bauwerk wurde als Sparschleuse auf der östlichen Seite der bestehenden Schleusenanlage errichtet.

Realisierung als Generalunternehmer

BUNTE hatte als Generalunternehmer 2010 den Zuschlag für diese komplexe Maßnahme im konstruktiven Ingenieurwasserbau erhalten und realisierte das eindrucksvolle Bauwerk als Generalunternehmer mit der Niederlassung Ingenieur-und Brückenbau Ahaus sowie der Niederlassung Hannover für die Infrastrukturarbeiten. BUNTE koordinierte verantwortlich sämtliche Gewerke, die für die Errichtung einer hochmodernen Schleusenanlage, bestehend aus Oberer-Vorhafen, Unterer Vorhafen, Schleusenbauwerk einschließlich aller technischen Einrichtungen und Umbau des bestehenden Bauhafens notwendig waren: Erd- und Wasserbau, Rammarbeiten und Bohrpfahlwände, Wasserhaltung für die Baugrube, Bohrpfahlgründung für den Brückenbau, Stahlbetonbau, den Stahlwasserbau sowie die zugehörige Elektro-, Nachrichten- und Steuerungstechnik. Auch die Infrastrukturarbeiten im Außenbereich mit Straßen und Brücken gehörten zum Leistungsumfang.