ViA6West – Feierlicher Spatenstich zum Baubeginn des Ausbaus und der Erneuerung der BAB A6

ViA6West – Feierlicher Spatenstich zum Baubeginn des Ausbaus und der Erneuerung der BAB A6

Heilbronn, 03.04.2017. Mit dem feierlichen Spatenstich hat der baden-württembergische Verkehrsminister Winfried Hermann, MdL, am Montag, den 03. April 2017 gemeinsam mit dem Parlamentarischen Staatssekretär beim Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur, Norbert Barthle, MdB, dem Stuttgarter Regierungspräsidenten Wolfgang Reimer sowie den Vertretern der Gesellschafter des beauftragten Konsortiums ViA6West – JOHANN BUNTE Bauunternehmung, HOCHTIEF PPP Solutions, DIF Infrastructure IV – den Startschuss zum Ausbau der BAB A6 zwischen dem Autobahnkreuz Weinsberg und der Anschlussstelle Wiesloch/Rauenberg gegeben.

„Mit dem heutigen Spatenstich an der Autobahn A 6 beginnt das bislang größte ÖPP-Straßenbau-Projekt in Baden-Württemberg. Einer der stauträchtigsten Abschnitte im Land wird nun sechsstreifig ausgebaut“, so Winfried Hermann MdL, Verkehrsminister des Landes Baden-Württemberg. Der Stuttgarter Regierungspräsident Wolfgang Reimer betonte vor 300 geladenen Gästen: „Der Ausbau der A 6 ist aufgrund der Zunahme insbesondere des Transitverkehrs in Ost-West-Richtung seit langem dringlich. Ich freue mich, dass wir in einem gründlich vorbereiteten Wettbewerb leistungsfähige Vertragspartner für dieses Projekt finden konnten. Rund 26 km Ausbaustrecke und 36 neu zu bauende Brücken stellen höchste Anforderungen an die Kunst der Straßen- und Brückenbauer. Das Regierungspräsidium Stuttgart wird den Autobahn-Ausbau bis zur geplanten Fertigstellung Mitte 2022 intensiv begleiten und zu einem guten Abschluss führen.“

Norbert Barthle, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur ergänzte in seiner Ansprache: „Der Ausbau der A 6 ist ein wichtiger Meilenstein für mehr Mobilität in Baden-Württemberg. Der bereits jetzt hochbelastete Abschnitt der A 6 zwischen Wiesloch/Rauenberg und dem Autobahnkreuz Weinsberg wird zukünftig leistungsfähiger und sicherer. Damit ist der Ausbau ein Gewinn für alle Verkehrsteilnehmer.“ Für das ÖPP-Projekt „Verfügbarkeitsmodell BAB A6 AS Wiesloch/Rauenberg – AK Weinsberg“ wurden dem Auftragnehmer – der Projektgesellschaft ViA6West GmbH & Co. KG – Planung, Bau, Betrieb und Erhaltung der Projektstrecke auf Basis eines umfassenden Lebenszyklusansatzes für einen Zeitraum von 30 Jahren übertragen.

„Mit dem Bau und dem Betrieb der BAB A6 Anschlussstelle Wiesloch/Rauenberg – Autobahnkreuz Weinsberg realisiert BUNTE als Partner der Projektgesellschaft ViA6West maßgeblich ein weiteres bedeutendes Infrastrukturprojekt für die Bundesrepublik Deutschland im Rahmen einer öffentlich-privaten Partnerschaft und ermöglicht damit eine langfristig verbesserte Infrastruktur in der Region,“ betont Manfred Wendt, geschäftsführender Gesellschafter der JOHANN BUNTE Bauunternehmung und Alexander Hofmann hebt als Vertreter der Unternehmen HOCHTIEF PPP Solutions, JOHANN BUNTE Bauunternehmung und DIF in seinem Grußwort hervor: „Mit dem Neubau der Neckartalbrücke und dem Ausbau der Gesamtstrecke auf 6 Fahrstreifen haben wir eine technisch und logistisch anspruchsvolle Herausforderung in diesem Gesamtprojekt.“

Der Ausbau der A6 zwischen Wiesloch und Weinsberg hat ein Projektvolumen von circa 1,3 Milliarden Euro. Die Finanzierung basiert auf einer Projektfinanzierung, die sich aus mittelfristigen kommerziellen Darlehen, einer langfristigen Projektanleihe, einem Sicherungsinstrument der Europäischen Investitionsbank sowie Eigenkapital der Mitglieder der Bieterkonsortiums (JOHANN BUNTE, HOCHTIEF PPP Solutions und DIF) zusammensetzt und durch den Kreditnehmer, die Projektgesellschaft (PG), ViA6West GmbH & Co. KG abgeschlossen wurde.

ViA6West wird die BAB A6 auf einer Länge von 25,4 Kilometern bei laufendem Verkehr auf sechs Fahrstreifen ausbauen sowie die 1,3 Kilometer lange Neckartalbrücke zwischen der Anschlussstelle Heilbronn/Obereisesheim und Anschlussstelle Heilbronn/Neckarsulm neu errichten. Die Bauarbeiten führt eine Arbeitsgemeinschaft aus HOCHTIEF Infrastructure und JOHANN BUNTE Bauunternehmung aus. Sie dauern bis zum Sommer 2022.

Für die Erbringung der Betriebsdienstleistungen auf der Projektstrecke A6 wurde die Betriebsgesellschaft ViA6West Service GmbH & Co. KG mit den Gesellschaftern HOCHTIEF und JOHANN BUNTE gegründet. Ab Betriebsbeginn am 01.05.2017 erfüllt diese im Auftrag der Projektgesellschaft ViA6West die Aufgaben des Betriebsdienstes weitgehend mit eigenen Ressourcen und stellt damit die Einhaltung der Reaktionszeiten und Qualitätsstandards sicher. Die ViA6West Service wird für die rund 47 Kilometer der Projektstrecke zwischen der AS Wiesloch/Rauenberg und dem AK Weinsberg für die Dauer von 30 Jahren Betriebsleistungen erbringen.