BAB A6: Freie Fahrt auf sechs Fahrstreifen

BAB A6: Freie Fahrt auf sechs Fahrstreifen

Papenburg/Heilbronn, 05.01.2021. Der sechsstreifige Ausbau der BAB A6 zwischen den Anschlussstellen Wiesloch/Rauenberg und dem Weinsberger Kreuz ist im Zeitplan. Ein großer Streckenabschnitt konnte zum Jahresende für den Verkehr wieder freigegeben werden. Zugleich ist damit ein Meilenstein im Rahmen des Großprojektes durch die Projektgesellschaft ViA6West erreicht worden. Freie Fahrt auf sechs Fahrstreifen, jeweils drei in Richtung Mannheim und drei in Fahrtrichtung Nürnberg.

Die Ausbaustrecke zwischen Sinsheim und Wiesloch/Rauenberg und der Bauabschnitt zwischen Bad Rappenau und Heilbronn/Untereisesheim sind fertig, lediglich Restarbeiten entlang der Autobahn sind in diesem Bereich noch zu bewältigen. Im diesem Jahr gehören unter anderem der Neubau der zweiten Brückenhälfte für die Richtungsfahrbahn Mannheim über die B 292 bei Sinsheim sowie die Rampe an der Anschlussstelle Sinsheim dazu.

Auf dem 10,8 Kilometer langen Bauabschnitt zwischen Sinsheim und der Anschlussstelle Wiesloch/Rauenberg  wurden rund 369.000 Tonnen Asphalt eingebaut, acht Regenrückhaltebecken erstellt sowie elf Unterführungen und Brücken neu errichtet. Der Abschnitt zwischen der Anschlussstelle Bad Rappenau und Heilbronn/Untereisesheim ist mit 7,4 Kilometer etwas kürzer. Hier wurden die beiden Richtungsfahrbahnen bis auf 16 Meter (drei Fahrstreifen plus Standstreifen) verbreitert. Dabei wurden ca. 281.000 Tonnen Asphalt verbaut.

„Trotz der vielfältigen, Pandemie-bedingten Behinderungen in diesem Jahr ist es gelungen, den Verkehr vertragsgerecht vor dem Jahresende freizugeben. Dies war nur möglich durch den engagierten Einsatz der vielen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf der Baustelle, die den Baubetrieb in diesem turbulenten Jahr aufrechterhalten haben“, stellt Alexander Herrmann, stellvertretender Gesamtprojektleiter der BAUARGE A6 West fest.

Eine besondere Herausforderung des Projektes ist es außerdem, dass die Ausbauarbeiten bei laufendem Verkehr stattfinden. Auch auf die Einhaltung von Natur- und Umweltschutzmaßnahmen wurde während der Bauarbeiten intensiv geachtet. So war die Aufschichtung eines zusätzlich 13 Kilometer langen Totholzstreifens notwendig, um die streng geschützte Haselmaus nicht zu gefährden.

Begonnen hatten die aufwendigen Baumaßnahmen zum sechsstreifigen Ausbau der Autobahn durch die Bauarbeitsgemeinschaft (BAUARGE) im Frühjahr 2017 mit den Rodungsarbeiten entlang der vorhandenen Trasse. Diese stammt noch aus den Jahren 1964 bis 1968, als die A6 von Mannheim nach Heilbronn als sogenannte Nordverbindung realisiert wurde.

Für das ÖPP-Projekt „Verfügbarkeitsmodell BAB A6 AS Wiesloch/Rauenberg – AK Weinsberg“ wurden dem Auftragnehmer – der Projektgesellschaft ViA6West GmbH & Co. KG – Planung, Bau, Betrieb und Erhaltung der Projektstrecke auf Basis eines umfassenden Lebenszyklusansatzes für einen Zeitraum von 30 Jahren übertragen.

Die Arbeitsgemeinschaft BAUARGE A6 West – bestehend aus den Unternehmen JOHANN BUNTE Bauunternehmung und HOCHTIEF Infrastructure – hat den Auftrag, die BAB A6 zwischen der Anschlussstelle Wiesloch/Rauenberg und dem Autobahnkreuz Weinsberg bei laufendem Verkehr auf 6 Spuren zu erweitern, inklusive der zugehörigen Planungsleistungen. Neben der Erweiterung der Autobahn umfassen die Baumaßnahmen vor allem den Bau von zahlreichen Ingenieurbauwerken und den Ersatzneubau des Neckartalübergangs.

 

A6-Abschnitt 01: Auf jeweils drei Fahrstreifen in Richtung Nürnberg und Mannheim geht es ab sofort zwischen den Anschlussstellen Wiesloch/Rauenberg und Sinsheim. Foto: ViA6West/Endres