Doppelter Spatenstich für zwei Schleusenstandorte am Dortmund-Ems-Kanal

Doppelter Spatenstich für zwei Schleusenstandorte am Dortmund-Ems-Kanal

Rodde/Venhaus/Papenburg, 22.10.2020. Mit einem doppelten Spatenstich haben heute Bundesminister Andreas Scheuer, Niedersachsens Verkehrsminister Dr. Bernd Althusmann, der Staatssekretär im NRW-Verkehrsministerium, Dr. Hendrik Schulte, Prof. Dr.-Ing. Hans-Heinrich Witte, Präsident der Generaldirektion Wasserstraßen und Schifffahrt sowie Geschäftsführer Helmut Renze der JOHANN BUNTE Bauunternehmung gemeinsam mit einigen Gästen den Startschuss zum Baubeginn für die Schleusenstandorte Rodde und Venhaus am Dortmund-Ems-Kanal (DEK) gegeben.

Bundesminister Andreas Scheuer betonte in seiner Ansprache: „Auch wenn sich die Zeiten ändern, bleibt doch eines konstant: die Bedeutung des DEK für Wirtschaft, Verkehr und vor allem die Menschen der Region. Früher Fließband für Kohletransporte, heute Garant für Klimaschutz.“ Und Minister Althusmann ergänzte: “Wir werden uns auch weiterhin für den schnellstmöglichen Neubau aller fünf Schleusen am Dortmund-Ems-Kanal einsetzen. Wer Straßen entlasten will, muss Schienen und Wasserwege ertüchtigen.“

Prof. Dr.-Ing. Hans-Heinrich Witte, Präsident der Generaldirektion Wasserstraßen und Schifffahrt führte aus: „Zukunftsgerechte Schleusengrößen mit möglichst vielen   standardisierten Bauelementen, wie zum Beispiel Schleusentore, sind der richtige Schritt in die Zukunft des DEK. Die Vorteile liegen auf der Hand: Der Planungsaufwand wird reduziert und die Unterhaltung der Schleusenanlage deutlich erleichtert. Auch damit beschleunigen wir die Umsetzung von komplexen Großprojekten im Wasserbau und setzen so neue Maßstäbe.“

Geschäftsführer Helmut Renze begrüßte die Anwesenden im Namen der BUNTE-Mannschaft und betonte, dass BUNTE durch ihre hervorragenden Ortskenntnisse und einen großen Erfahrungsschatz im Schleusenbau für diese anspruchsvollen Aufgaben bestens gerüstet ist. Zudem lobte er die bisherige Projektdurchführung, die durch gemeinsames Handeln mit dem WNA Datteln geprägt ist – Effizienz, Termintreue und Qualität stehen im Fokus der Abwicklung. Abschließend betonte Renze, dass BUNTE mit Helmut Bohse sowie Projektleiter Jan Bäumker und seinen Teams alle Kapazitäten in Bewegung setzen wird, um diese Großprojekte mit Vollgas zu starten und wie geplant zu realisieren.“

Bereits am 06.11.2019 erhielt die BUNTE Niederlassung Ingenieur-, Wasser- und Brückenbau in Ahaus den ersten Auftrag für die Vorarbeiten der Großen Schleuse Venhaus und am 19.12.2019 folgte der Auftrag für die Vorarbeiten zur Schleuse Rodde.

Beide Aufträge gehören zum Projekt „Neue Schleusen DEK-Nord“, beschreiben ein Auftragsvolumen von 37 Mio. Euro und werden zusammen mit dem Geschäftsbereich Straßenbau der BUNTE Niederlassung Weser-Ems realisiert.

Den Zuschlag für die Maßnahmen erteilte das Wasserstraßen-Neubauamt (WNA) Datteln nach EU-weitem Vergabeverfahren, dass auch für die Planung und Durchführung des Projekts „Neue Schleusen Dortmund-Ems-Kanal-Nord“ zuständig ist.

Damit zukünftig auch Großmotorgüterschiffe die Nordstrecke des DEK befahren können, sieht das Projekt vor, die alten Schleusen in Bevergern, Rodde, Venhaus, Hesselte und Gleesen entlang der Nordstrecke des DEK durch neue zu ersetzen.