Geschäftsbereich Wasserbau: Ausbau des Mittellandkanals im Stadtgebiet Haldensleben abgeschlossen

Geschäftsbereich Wasserbau: Ausbau des Mittellandkanals im Stadtgebiet Haldensleben abgeschlossen

Papenburg/Haldensleben, 30.08.2018 Mit einem Festakt wurde heute die Fertigstellung der Stadtstrecke Haldensleben in der Osthaltung des Mittellandkanals gewürdigt. Die JOHANN BUNTE Bauunternehmung, Geschäftsbereich Wasserbau hat dieses letzte „Nadelöhr“ im Zuge des Mittellandkanals in den letzten knapp drei Jahren bei laufendem Schiffsverkehr vertieft und ausgebaut.

Abteilungsleiter „Wasserbau“ Heinz-Josef Joeris der Generaldirektion Wasserstraßen und Schifffahrt begrüßte als Bauherr zusammen mit dem Leiter des zuständigen Wasserstraßen-Neubauamts Helmstedt, Harald Grote die zahlreichen Gäste aus Politik, Wirtschaft und Verwaltung.

„Der Ausbau der Osthaltung war in den letzten 25 Jahren durch eine Vielzahl interessanter, technischer und technologischer Herausforderungen in den jeweiligen Einzelprojekten geprägt,“ betont Helmut Renze, zuständiger BUNTE-Geschäftsführer für den Bereich Wasserbau und ergänzt, „wir schätzen uns bei BUNTE glücklich, dass es uns gelungen ist, uns im Wettbewerb neben diesem Projekt auch für einige, besonders erwähnenswerte Schlüsselprojekte wie die Kanalunterführung Elbeu, durchzusetzen.“ Sein Lob galt insbesondere auch den BUNTE Mitarbeitern um Geschäftsbereichsleiter Helmut Bohse, die dieses technisch anspruchsvolle Projekt in halbseitiger Bauweise und unter Aufrechterhaltung des Schiffsverkehrs mit Bravour gemeistert haben.

Um die Wasserstraße durchgängig auf die zukünftige Querschnittsgröße gemäß Wasserstraßenklasse V b auszubauen und für Binnenschiffe bis zu einer Abladetiefe von 2,80 Metern befahrbar zu machen, wurde auf der 1,2 Kilometer langen Teilstrecke eine Verbreiterung der Wasserspiegellinie erforderlich. Dabei wurde als neuer Kanalquerschnitt grundsätzlich das Trapezprofil mit beidseitigem Böschungsufer, einer Mindestwasserspiegelbreite von 56,50 m und einer Kanaltiefe von 4,25 m vorgesehen.

Nur wenige Unternehmen vereinen die komplette Leistungspalette Ingenieurbau, Wasserbau, Erdbau und Spezialtiefbau unter einem Dach, was bei Projekten im Wasserstraßenbau von besonderer Bedeutung ist. So koordinierte und realisierte BUNTE mit eigenem schweren Gerät wie Stelzenponton und Tonleger „Toni 2000“ neben gut 500.000 Kubikmetern Bodenaushub und- einbau, die Herstellung von Uferspundwänden einschließlich des Stahlwasserbaus und der Verankerung, die Errichtung der Baugruben in Spundwandbauweise sowie die Sohl- und Böschungssicherung, ergänzt durch den Unterwasserabbruch bestehender Betonbauwerke zur Querschnittserweiterung des Mittellandkanals. Parallel wurden ca. 100.000 m² Tondichtungen und Schüttsteindeckwerk hergestellt. Auch der Bau von Vorflutern sowie der dazugehörige Wegebau gehörten zum Leistungsumfang.

 

Foto: Stelzenponton mit Bagger im Einsatz