Geschäftsbereiche Ingenieur- und Wasserbau: Fertigstellung der Baumaßnahme Ersatz des Ahsefluss-Dükers in Hamm

Geschäftsbereiche Ingenieur- und Wasserbau: Fertigstellung der Baumaßnahme Ersatz des Ahsefluss-Dükers in Hamm

Papenburg/Hamm, im August 2020. Nach vierjähriger Bauzeit fand im August die Gesamtabnahme der Baumaßnahme „Ersatz des Ahsefluss-Dükers Nr. 33 am DHK km 38,175“ statt.

Bereits bei der Umflutung der Ahse in den neuen Verlauf und damit der Inbetriebnahme des neuen Ahsefluss-Dükers im August 2019, unter Teilnahme der Bürger der Stadt Hamm, wurde das eindrucksvolle Bauwerk durch  Prof. Dr.-Ing. Hans-Heinrich Witte, Präsident der Generaldirektion Wasserstraßen und Schifffahrt; Thomas Hunsteger-Petermann, Oberbürgermeister der Stadt Hamm; Birgit Maßmann, Amtsleiterin des WNA Datteln und BUNTE Geschäftsführer Helmut Renze in einer kleinen Feierstunde gewürdigt.

Hier betonte Helmut Renze insbesondere die hervorragende Zusammenarbeit zwischen Auftraggeber, dem WNA Datteln und BUNTE. Er bedankte sich bei Birgit Maßmann und ihrem Team und würdigte die Leistung der BUNTE Bauleiter Klaus Goege, Tobias Pohlabeln und Shqipran Simnica sowie von Polier Olaf Schmidt und von Projektleiter Björn Kranz.

„Zur Verlegung des Dükers bedurfte es besonderer Einschwimm- und Logistikkonzepte. Aber nicht nur diese bestimmten den Schwierigkeitsgrad dieses Projektes, sondern vor allem die vielen Schnittstellen zwischen den Gewerken Erdbau, Wasserbau, Spezialtiefbau, Stahlbau und Ingenieurbau. Diese verschiedenen Schnittstellen zu meistern, war die größte Herausforderung und machte dieses Projekt für unser Unternehmen sehr interessant,“ so Renze.

Nach erfolgter Fertigstellung der Gesamtbaumaßnahme mit dem Teilabbruch und der Verfüllung des alten Düker-Bauwerks, dem Neubau von Entwässerungsleitungen DN 800 und zugehörigen Schachtanlagen für den Lippe-Verband, der Erneuerung von Versorgungsleitungen der Stadt Hamm sowie der Herstellung eines Sportfelds im Bereich der Sportanlagen der Stadt Hamm, erfolgte im August 2020 die Abnahme durch den Auftraggeber WNA Datteln.

Im Anschluss wurden die Teilbereiche durch das WNA Datteln an die Stadt Hamm, das WSA Rheine und den Lippe-Verband übergeben und es erfolgte die offizielle Verkehrsfreigabe.

Die Ahse wurde rund 100 Meter nach Westen umgelegt, um nun durch den neuen Düker zu fließen. Damit ist die Adenauerallee am DHK zwischen Stadion und Fährstraße nun wieder für Radfahrer und Fußgänger passierbar und die Stadt Hamm ist auch zukünftig sicher vor Hochwasser.

Der Ahse-Düker kreuzt den Datteln-Hamm-Kanal im Bereich der Stadt Hamm und mündet in die parallel zum Kanal laufende Lippe. Der Düker ermöglicht den Wasserabfluss in die Lippe. Er wurde erforderlich, weil der Bauzustand des alten Dükers im Rahmen des jahrelangen Steinkohleabbaus in der Region stark beeinträchtigt wurde. Für den Neubau des Dükers, der die Ahse unter dem Datteln-Hamm-Kanal hindurch in die Lippe führt, wurden 95 Meter lange Rohre mit einem Durchmesser von 3,60 m zunächst aus je fünf Einzelsegmenten auf der Baustelle am Kanalufer zusammengeschweißt. Anschließend wurde jedes der fünf 320 Tonnen schweren Rohre in den Kanal eingehoben und abgesenkt. Für die Baugruben wurden rund 1.200 Tonnen Stahlspundwände in den Baugrund eingesetzt und für die Dükerhäupter rund 2.000 m³ Stahlbeton verbaut. Die Erdarbeiten umfassten ein Volumen von ca. 80.000 m³.

Die Geschäftsbereiche Ingenieur- und Wasserbau der JOHANN BUNTE Bauunternehmung haben in den letzten vier Jahren bei laufendem Schiffsverkehr die Bauarbeiten realisiert.

 

Foto WNA Datteln: Von links kommt die Ahse (links das Einlaufbauwerk), unterquert den Datteln-Hamm-Kanal (Mitte) und wird mit dem Auslaufbauwerk Mittelmole in die Lippe (rechts) geleitet.