Infrastrukturbau: BAB-Zubringer Schwerin – Feierliche Verkehrsfreigabe der B321

Infrastrukturbau: BAB-Zubringer Schwerin – Feierliche Verkehrsfreigabe der B321

Papenburg/Schwerin, 22.12.2021 Gut zwei Jahre nach dem ersten Spatenstich hat heute Verkehrsminister Reinhard Meyer gemeinsam mit der Parlamentarischen Staatssekretärin aus dem Bundesministerium für Digitales und Verkehr Daniela Kluckert offiziell die Bundesstraße 321 – Autobahnzubringer Schwerin – für den Verkehr freigegeben. „Mit dem Ausbau des Autobahnzubringers von Schwerin-Zippendorf bis kurz vor Raben Steinfeld wird sich die Verkehrssituation im Südosten der Stadt deutlich entspannen. Das ist eine hervorragende Botschaft kurz vor dem Weihnachtsfest. Zugleich gilt es, ein großes Dankeschön an die Anwohner zu richten, die aufgrund der Großbaustelle mit Einschränkungen leben mussten“, sagte der Minister für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit Reinhard Meyer vor Ort.

Und Daniela Kluckert, Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister für Digitales und Verkehr betonte: „Gute Nachrichten für Pendler und Anwohner: Wir binden Schwerin besser an den Fernverkehr an und erhöhen dabei den Lärmschutz. Mit der Beseitigung dieses Engpasses reduzieren wir außerdem die Staugefahr und damit die Fahrtzeiten deutlich.“

Die Bundesstraße B321 als eine der wichtigsten Verkehrsverbindungen verbindet die westlichen Teile Mecklenburg-Vorpommerns mit dem Nördlichen Gebiet des Landes Brandenburg. Darüber hinaus nimmt die B321 mit dem Autobahnzubringer zur BAB A114 wesentliche Verkehrsströme aus der Landeshauptstadt auf.

Die gesamte Baumaßnahme umfasste neben dem vierstreifigen Ausbau der 2,1 km langen Teilstrecke der B321 insbesondere die Errichtung einer Spannbetonbrücke, fünf Stützwände zur Geländeabfangung, sieben Lärmschutzwände sowie den Bau von zwei sogenannten Moorbrücken, ergänzt um die Herstellung sowie der Anpassung der Entwässerung, der Ausstattung und der Beleuchtung. Die Anordnung von Fischotterleitzäunen und Ersatzkästen an Bäumen gehörten im Hinblick auf Artenschutz ebenfalls zur Gesamtmaßnahme.

Die Moorbrücken stellten das Kernstück der Baumaßnahme dar. Um der Fahrbahn die notwendige Tragfähigkeit und Stabilität im vorliegenden Moorgebiet zu geben. Nachdem der Baugrund mit Kiessäulen stabilisiert wurde, wurden die Moorbrücken auf Ortbetonpfählen gegründet, die bis zu 25 Meter tief in das Erdreich getrieben wurden. Anschließend wurde als Untergrund für den finalen Fahrbahnaufbau eine Betonplatte gegossen.

Die BUNTE Niederlassung Hamburg Verkehrswegebau erhielt 2019 vom Straßenbauamt Schwerin den Zuschlag für diese höchst anspruchsvolle Baumaßnahme und realisierte die Arbeiten gemeinsam mit dem BUNTE Geschäftsfeld Brückenbau und dem BUNTE Geschäftsbereich Lärmschutz. Das ambitionierte Vorhaben wurde neun Monate früher als geplant fertiggestellt. Nach der offiziellen Verkehrsfreigabe heute sind noch Restarbeiten bis zum Frühjahr zu leisten, wie beispielsweise die endgültige Fahrbahnmarkierung, Fertigstellung der Lärmschutzwände und Schutzplanken.