Zum Festakt luden der Parlamentarische Staatssekretär beim Bundesminister für Verkehr, Christian Hirte, und die Präsidentin der Generaldirektion Wasserstraßen und Schifffahrt, Anke Leue, ein. Zahlreiche Kolleginnen und Kollegen der JOHANN BUNTE Bauunternehmung und weit über 200 Gäste aus Politik, Verwaltung und Wirtschaft sowie die am Projekt Beteiligten folgten der Einladung nach Emsbüren.
Nach der Begrüßung durch Anke Leue richtete der Parlamentarische Staatssekretär Christian Hirte das Wort an die Geladenen: „Mit der neuen Schleuse Gleesen legen wir einen weiteren Meilenstein für eine leistungsstarke Wasserstraße in Deutschland. Dieses Projekt zeigt, dass wir uns konsequent nicht nur für den notwendigen Erhalt, sondern auch für den gezielten Ausbau der Binnenschifffahrt einsetzen. Jeder einzelne Neubau stärkt damit die Wasserstraßen insgesamt und trägt so zu einer vorteilhaften Verteilung der Transporte auf die Verkehrsträger bei.“
Es folgten Grußworte von Grant Hendrik Tonne, Niedersachsens Minister für Wirtschaft, Verkehr und Bauen, Marc-André Burgdorf, Landrat des Landkreises Emsland, Uwe Goebel, Präsident der IHK Osnabrück-Emsland, sowie Klaus Hohenbild, stellvertretender Vorsitzender des Bundesverbandes der Deutschen Binnenschifffahrt.
Zusammen mit Birgit Maßmann, Leiterin des Wasserstraßen-Neubauamtes Datteln sowie Martin Schüle, Leiter des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamtes Westdeutsche Kanäle übernahm Frank Schreiber, Vorstandsvorsitzender der JOHANN BUNTE Bauunternehmung SE & Co. KG das Schlusswort. Er dankte Birgit Maßmann und ihrem Team für die jahrelange gute Zusammenarbeit und lobte die hervorragende BUNTE-Mannschaft für ihre außerordentlich tollen Leistungen und die stetige Motivation bei der Realisierung dieses beindruckenden Bauwerks und betonte, dass die Kolleginnen und Kollegen aus den BUNTE-Geschäftsfeldern Ingenieur-, Wasser- und Infrastrukturbau mal wieder ihre ausgesprochene Kompetenz bewiesen haben.
Die neue Schleuse Gleesen wurde in Richtung des oberen Vorhafens verlegt, um während der Bauzeit den Betrieb der bestehenden Anlage aufrecht zu erhalten und zugleich eine sichere Anbindung des unteren Vorhafens an die Ems gewährleisten zu können.
Die neue Schleuse verfügt über eine Kammerlänge von 140 Metern, eine Breite von 12,50 Metern und eine Hubhöhe von 6,37 Metern. Aufgrund dieser Höhe wurde sie mit einem Sparbecken ausgestattet, das einen ressourcenschonenden Betrieb ermöglicht.
Neben der Errichtung der Schleusenbrücke wurden von BUNTE auch die Vorhäfen und Liegestellen angepasst, der Neubau einer Freiwasserleitung, die Verlegung der Straße „Zur Gleesener Schleuse“ sowie umfangreiche Kompensationsmaßnahmen ausgeführt.
Im Zuge der Neugestaltung wurde die 1914 errichtete "Große Schleuse” nach ihrer Außerbetriebnahme teilweise zurückgebaut und verfüllt. Die denkmalgeschützte “Kleine Schleuse” von 1898 bleibt hingegen erhalten und wird durch eine Teilverfüllung dauerhaft gesichert.
Mit der Neuen Schleuse Gleesen verbindet die Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung technische Modernisierung, wirtschaftliche Leistungsfähigkeit und den Erhalt historischer Bausubstanz. Das Projekt leistet damit einen wichtigen Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung der Wasserstraße und der gesamten Region.
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